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Anita Staud
Potsdamer Str. 81 a, 10785 Berlin
(Anton-von-Werner-Haus)
www.staudart.de
Im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des wilhelminischen
Hofmalers Anton von Werner, etwas versteckt in einem
Hinterhof an der Potsdamer Straße, hat im ersten Stock
die Malerin Anita Staud ihr Atelier, im zweiten Stock lebt
und arbeitet die Künstlerin Freda Heyden. Anfang der
80er Jahre wurden die üppigen Wandmalereien des Hof-
malers in der denkmalgeschützten Stadtvilla aus dem 19.
Jahrhundert wieder entdeckt und teilweise freigelegt. Für
Anita Staud, die sich in ihrer künstlerischen Arbeit
mit
historischen Orten und Spurensicherung beschäftigt, ein
geradezu idealer Ort.
Die in Berlin geborene Künstlerin studierte nach einem
Studium der Germanistik von 1987 bis 1991 an der Hoch-
schule der Künste Berlin Malerei bei Prof. Hans- Jürgen
Diehl und wurde 1994 seine Meisterschülerin. Studienauf-
enthalte führten sie u.a. in die USA, nach Mexiko, Frank-
reich und Italien. Seit 1990 sind ihre Werke in nationalen
und internationalen Ausstellungen zu sehen.
In ihrer Arbeit beschäftigt sich Anita Staud mit Geschichte
und Geschichten, mit Stimmungen undAtmosphären realer
Orte, an denen sie (periodisch) arbeitet: wie etwa das
frühere Pockenkrankenhaus 'Joyce- Green-Hospital' in
England, die leerstehenden Kasernen in Groß Glienicke
nahe Berlin, das ehemalige Atelier des Bildhauers Schadow
oder eben das Haus des damaligen Hofmalers von Werner.
Alte Architekturzeichnungen, Inventarlisten und andere
Papiere sind ihr Inspiration oder werden zum konkretem
Malhintergrund für auf den ersten Blick abstrakte, groß-
formatige Serien, Bilder und Collagen.
"Manchmal denke ich, diese Recherche und Konfrontation
mit Orten oder sonstigen Relikten aus der Vergangenheit
ähnelt in gewisser Weise fast einem psychoanalytischen
Vorgehen, nur dass es bei dieser "Entblätterung"
von
Vergangenheitsschichten nicht um die Psyche geht, und
schon gar nicht die individuelle, sondern um die Historie."
Anita Staud
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