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Haus am Lützowplatz
Lützowplatz 9, 10785 Berlin
www.hausamluetzowplatz-berlin.de
Mit dem Haus am Lützowplatz ist eine weitere Tradi-
tionseinrichtung im südlichen Tiergarten ansässig.
Das 1873 erbaute Haus mit seiner barocken Fassade
wurde 1943 durch einen Bombenangriff stark beschädigt,
nach dem zweiten Weltkrieg notdürftig wiederaufgebaut
und vom Verein Berliner Künstler wieder übernommen,
der ab 1949 erste Ausstellungen dort veranstaltete. Seit
1963 wird das Haus am Lützowplatz mit seiner Galerie
im
Vorderhaus und der Studiogalerie im Seitenflügel vom
Verein Haus am Lützowplatz, Fördererkreis Kulturzentrum
Berlin e. V. betrieben.
Die Geschichte des Hauses am Lützowplatz ist eng ver-
knüpft mit der Geschichte Westberlins und der Teilung
der
Stadt: Anfang der Sechziger Jahre wurde von der damals
in Westberlin regierenden Sozialdemokratie die Einrichtung
eines Kulturclubs und wenig später der Ankauf des Hauses
am Lützowplatz beschlossen. 1960 rief ein Bündnis
aus
Sozialdemokraten, IG-Metallern und Kunstschaffenden den
Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V. am Lützowplatz
ins
Leben und kaufte das Vereinshaus, das bis zur Neueröffnung
1963 für Veranstaltungs- und Ausstellungszwecke umgebaut
wurde.
Bis zum Fall der Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung
war ein Ausstellungsschwerpunkt, den Kontakt mit Künstlern
aus der DDR und dem sogenannten Ostblock zu pflegen und
den Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten im Westen
zu er-
möglichen.
Das Haus am Lützowplatz präsentiert heute nationale
und
internationale Kunst sowohl von namenhaften, als auch
von wenig bekannten Künstlerinnen und Künstlern.
Jährlich werden bis zu sechs große Ausstellungen
gezeigt.
Zu den ausgestellten Künstlerpersönlichkeiten gehören
u.a. die Maler William N. Copley, Horst Hussel, Dorothy
Iannone und Elvira Bach, die Fotokünstler Anna und
Bernhard Blume, der Fluxus-Pionier Emmett Williams
und der Filmregisseur Stanley Kubrick. In der Reihe
'...and students' stellen Professoren und Studenten
ihre Arbeiten vor, darunter die Klassen von Wolfgang
Peuker, Marina Abramovic, Rebecca Horn, Katharina
Sieverding, Tony Cragg und Jaroslaw Koslowski.
"Unser Haus ist immer offen dafür, auch wenig
bekannten
Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellungsmöglichkeit
zu bieten. Zugleich arbeiten wir weiterhin mit renommierten
Künstlerpersönlichkeiten zusammen. Das Ausstellungsprofil
lässt sich nicht auf ein Genre festlegen, wir zeigen
Malerei,
Fotografie, Videoarbeiten aber auch Konzeptkunst und
Installation. Wichtig ist die Offenheit und dass wir Begegnung
mit Kunst für eine breite Zielgruppe möglich machen."
Karin Pott
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